09 Verhältnis zu Russland und den USA
4 Zusammenfassung
Der Frieden in der EU ist durch die Entwicklungen in dem Verhältnis der EU zu den USA und Russland und dem Verhältnis beider Länder zueinander, wie in diesem Modul beschrieben wurde, gefährdet. Der Ukraine-Konflikt führte zu Sanktionen der EU und USA gegenüber Russland. Dies belastete verstärkt das Verhältnis der EU gegenüber Russland negativ. Auf der einen Seite führten diese Entwicklungen zu einer Annäherung der EU gegenüber den USA. Diese Annäherung wurde jedoch, vor allem seit der Präsidentschaft Trumps und der neuen US-Außenpolitiklinie, abgeschwächt. Auf der anderen Seite versucht sich die EU sich aus der Meinungshoheit der USA in der internationalen Politik zu emanzipieren, was ein einheitliches Auftreten vorraussetzt. Die angestrebte Autarkie und Souveränität wird wiederum durch die anvisierte erhöhte Zusammenarbeit im Rahmen der NATO eingeschränkt, da diese zum großen Teil von der US-Politik dominiert wird. Dies zeigt sich in der jüngeren Vergangenheit an den Äußerungen Trumps, dass die Unterstützung der NATO durch die USA vor allem die Erreichung des 2%-Beitragsziels geknüpft sei.
Folgende Handlungsmöglichkeiten stehen der EU nach der Analyse in diesem Modul zur Verfügung:
Eine Änderung der Sanktionspolitik gegenüber Russland, die jedoch aufgrund der aktuellen politischen Linie Russland in der Ukrainepolitik und speziell wegen den Repressionen auf der Krim unwahrscheinlich ist. Eine auführliche Betrachtung des Ukraine-Konflikts erhalten Sie in dem vorherigen Modul.
Der angestrebte Ausbau der EU als Zivilmacht, sollte vor allem durch einen internen kritischen Diskurs, speziell zum Thema Migration, vorrangetrieben werden.
Desweiteren sollten diplomatische Verhandlungen auch in andere Arenen fortgeführt werden, die jenseits der primär brisanten Problemstellungen liegen, z.b Klimapolitik, Steuer- und Wirtschaftspolitik und der Verringerung der globalen sozialen Ungerechtigkeit.
Weitere Perspektiven zur US-Politik
Welche Auswirkung hat die Präsidentschaft Trumps für das Verhältnis EU-USA?
Welche Konsequenzen ergeben sich für eine gemeinsame Handels- und Sicherheitspolitik?
Anhand dieser zwei Leitfragen führt Dr. Christoph Haas aus welche Bedeutung diese Fragen zur Präsidentschaft Trumps für den inneren Frieden in der EU haben.
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Dr. Christoph Haas lehrt an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg am Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre. Seine Forschungsinteressen liegen insbesondere in dem Bereich des politischen Systems und dem politischen Denkens in den USA.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetpräsenz des Seminars für Wissenschaftliche Politik Freiburg.
Weiterführende Literatur & nützliche Links
- Briefing Paper "Verhältnis zu Russland und den USA"
Das Briefing Paper diente im Rahmen des Ringseminars als zusammenfassendes Tool zur Wissenskontrolle und fasst die Inhalte des e-Learning Moduls kurz und prägnant zusammen. - Video: Studium Generale: Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU
Interesse geweckt?
Dieses Modul stellt die letzte thematische Sitzung zum Thema Gefährdung des Friedens in Europa? (Verbundprojekt, SoSe 2017) dar. In dem folgendem Modul wird anhand einer Querschnittsbetrachtung eine Zusammenfassung des gesamten Inhalts des Seminars angeboten. Die Querschnittsbetrachtung ermöglicht zum einen den Überblick über die Ergebnisse der einzelnen thematischen Sitzungen und bietet zum anderen eine kritische Reflektion des Seminars.
Beteiligte Personen an diesem e-Learning Modul
Erstellung e-Learning-Modul:
Markus Töws (Uni Freiburg)
Peer für das e-Learning Modul:
Jan Martyniak (Uni Freiburg)
Dossier (Konflikt- und Gefährdungsanalyse):
Viktor Chwolka (Uni Freiburg), Eliso Katamadze (Uni Düsseldorf), Annika Leers (Uni Tübingen), Yannick Suhre (Uni Mainz)
Analyse (Ask & Analyze):
Sonja Grässle (Uni Tübingen), Andreea Farkas (Uni Freiburg), Gerald Pfeiffer (Uni Marburg), Raghda Morsy (Uni Marburg), Clemens Weggen (Uni Düsseldorf), Alexandra Godefroy (Uni Mainz)
Experten-Vortrag:
Prof. Dr. Cord Jakobeit (Uni Hamburg)
Interview mit Dr. Christoph Haas:
Fiona Breucker & Theresa Witt (Uni Freiburg)