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1 Einführung

Abstract
Die AU als Akteur im Nexus (Linkes Foto: Conor Luddy auf Unsplash.com, rechtes Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:African_Union_flag_(cropped).png, beide zuletzt verfügbar am 6.8.2018).
Innerafrikanische Migration stellt nicht nur momentan zahlenmäßig eine der größten Menschenbewegungen weltweit dar, aber zeichnet sich auch für die Afrikanische Union als ein politischer Schlüsselbereich aus. Diese fordert nämlich eine Vereinfachung und Legalisierung von innerafrikanischer Migration. Dienen soll diese als Entwicklungsunterstützung und Förderung der kontinentalen Integration.

Doch dieser Integrationsprozess wird nicht von allen afrikanischen Akteur*innen widerstandslos mitgetragen. Einzelne Staaten thematisieren Migration auch unter Sicherheitsaspekten und fürchten beispielsweise eine höhere Bedrohung für die staatliche Sicherheit. Andere Länder fürchten in dem Kontext Probleme auf dem Arbeitsamarkt.

Dieser Konflikt scheint den Integrationsprozess der AU zu verlangsamen, wenn nicht sogar auszubremsen. Einen Wandel scheint es nur mit einem veränderten Diskurs über Migration zu geben.


Keywords: Migration, Entwicklung, Sicherheit, Afrika, AU
Einführung
Christopher Nshimbi zu Migration
“Africa is not coming to Europe”. [1]
Über die afrikanische Migration nach Deutschland wird viel gesprochen. Doch wie unter anderem Christopher Nshimibi verdeutlicht, findet nur ein Bruchteil der Migration interkontinental statt, viel eher spielt die innerafrikanische Migration aufgrund ihres Ausmaßes, aber auch ihrer Bedeutung für die afrikanischen Akteure eine immense Rolle. [2]  

Migration ist ein multidimensionales Phänomen und hat Auswirkungen auf die Herkunfts-, aber ebenso auf die Zielländer. Im Folgenden soll dargelegt werden, dass der Umgang mit Migration entscheidend für die Zukunft der Afrikanischen Union sowie die der Entwicklung der einzelnen afrikanischen Länder ist. 
Aufbau des Moduls
Zu Beginn dieses E-Learning Moduls wird im Dossier zunächst der grobe Aufbau der Afrikanischen Union und deren Ziele erklärt. Hierbei werden vor allem die Vorstellung der Institution in Hinblick auf Migration und Entwicklung in Relation zu der gewünschten, vertieften Integration der einzelnen Länder des Bündnisses gesetzt. Des Weiteren sollen die Interessen diverser regionaler, afrikanischer Verbünde sowie einzelner Länder in Bezug auf den Nexus untersucht werden.

Wenn Sie die Grundzüge des vorliegenden Sachverhalts kennen, folgen die vertiefenden Videovorträge „Regional & Extra-regional Security Practices in Africa“ von Toni Haastrup und „Development-Security-Migration-Perspektiven afrikanischer Regionalorganisation“ von Christof Hartmann.

Danach möchten wir Ihnen in dem Analyseteil die Konfliktlinien zwischen Migration-Sicherheit und Migration-Entwicklung in ihrem Ausmaß aufzeichnen. Dabei wird deren Bedeutung für eine verhinderte regionale und kontinentale Integration aufgezeichnet.

Um diesen Nexus aus Sicht der afrikanischen Staaten noch einmal insbesondere zu beleuchten, steht Ihnen im Folgenden ein Videovortrag von Professor Christopher Nshimbi zu diesem Thema zur Verfügung. Als stellvertretender Direktor und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for the Study of Governance Innovation der Universität Pretoria bietet er noch dazu eine (süd)afrikanische Perspektive auf den Nexus.

Zuletzt weisen wir Sie in der Zusammenfassung nebst den wichtigsten Erkenntnissen dieses Kapitels auf weiterführende und verwendete Literatur hin. Gerne laden wir Sie auch ein, sich dann in die Zusammenfassung zu klicken.
Literatur- und Quellenverzeichnis

[1] Vgl. Videovortrag von Christopher Nshimibi, Analyse
[2] Mercandalli, Sara & Nshimbi, Christopher Changwe (2016): Migration Dynamics: Contrasted Patterns, Diversity and Potential. In: Pesche, D., Losch, B. & Ibernon, J. (Hrsg.): A New Emerging Rural World - An Overview of Rural Change in Africa, (2. Auflage), S. 23.


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